Raku - eine alte Kunst des Töpferhandwerks

Die Keramik wird, wie üblich, geformt und glasiert. Am Ende des Brandes, bei ca. 1010 Grad Celsius, werden die rotglühenden Kunstwerke sorgfältig mit einer langen Zange aus dem Ofen genommen. 

Sobald die wertvollen Stücke ohne sich gegenseitig zu berühren, im Eimer liegen, werden Holzspäne drauf geschüttet bis alles gut gedeckt ist.

Vorsicht! Bei dieser Temperatur fangen die Späne sofort an zu brennen. Was ja auch gewollt ist, weil die Glasur damit lebendig wird.

Es muss schnell gehen, denn die Keramik darf sich nicht abkühlen. Je nach Zeit, die man sich nimmt, wird die Glasur verschieden vom Rakubrand gezeichnet.

Rasch also in den Eimer mit Kohlen gelegt.

Erfahrene Keramiker wissen, wie lange man sich Zeit nehmen darf. Und ebenso, wann der Eimer gedeckt werden soll. Für Rauch ist mal eine ganze Weile gesorgt. So merkt auch die Umgebung, dass Raku gebrannt wird :-).

Aber wenn wir das Endresultat sehen, dann hat es sich doch absolut gelohnt, oder?